Waldheim Stötten - seit 1959

1959 gründete Dekan Jakob Straub das Waldheim in Stötten nach Stuttgarter Vorbild. Unter der Leitung von Jugendwart Frieder Lampeitl kamen 70 Kinder aus Geislingen nach Stötten und verbrachten dort einen Teil ihrer Ferien.

Mittlerweile kann das Waldheim auf über 50 erfolgreiche Jahre der Ferienbetreuung zurückblicken und noch heute ist das Angebot so aktuell wie damals.

Wie viele verschiedene Kinder im Laufe der Jahre das Waldheim besucht haben, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Die Zahl der fast ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern  und Mitarbeiterinnen beläuft sich auf weit über 1000.

Und wenn Sie, liebe ehemaligen Waldheimkinder und Waldheimmitarbeiter, auch Erinnerungen an das Waldheim haben und diese mit anderen teilen wollen, dann setzen sie sich doch einfach mit Waldheimleiterin Daniela Hartmann in Verbindung!

2009 haben wir zum Jubiläum die 50-jährige Geschichte etwas aufleben lassen. Wir werden Interessantes und Wissenswertes an dieser Stelle veröffentlichen:

Und jeder hat seine eigenen Erinnerungen an seine Waldheimzeit: Besondere Freundschaften, Erlebnisse, Prägendes!

Waldheim Stötten seit 1959

Siegfried und Ursula Götz

Ich, Siegfried Götz (Jahrgang 1944) habe von Anfang an als damals noch sog. „Onkel“ mitgearbeitet. Genaugenommen bin ich sogar schon seit dem „Jahr minus 1“, also 1958 dabei. Wir von der „Jungenschaft“ sind damals gebeten worden, beim Ausschachten des Fundamentes für die neue Terrassenmauer am ehemaligen Pfarrhaus Stötten mitzuhelfen. Ohne Unterbrechung bin ich dann 9 x (also von 1959 bis 1967) dabei gewesen, jeweils die ganzen 4 Wochen lang. Besonders gute Erinnerungen habe ich an den Leiter der frühen Jahre, an Frieder Lampeitl.

1959 hat es den Saalneubau noch nicht gegeben. Ich bin mit meiner Gruppe im 1. Stock des ehemaligen Pfarrhauses untergebracht gewesen, was unter anderem bedeutet hat, dass wir das Essen die Treppe haben hochtragen müssen.

Mein bedeutendstes Jahr ist aber ohne Frage 1966 gewesen, denn da habe ich im Waldheim meine Frau Ursula (vgl. weiter unten !) kennengelernt.

Ab 1968 habe ich nicht mehr Mitarbeiter sein können, weil mein 1. theologisches Dienstexamen unmittelbar bevor gestanden ist. Ich bin dann von 1969 bis 2007 als evangelischer Pfarrer tätig gewesen und lebe nun im Ruhestand wieder in meiner Heimatstadt Geislingen.

Foto von Siegrid Götz: Morgenkreis im Jahr 1967

Ursula Götz, geborene Class (Jahrgang 1945 aus Frickenhausen bei Nürtingen) ist 1966 über einen vom damaligen Leiter Siegfried Krüger veranlassten Aushang im Hauswirtschaftlichen Seminar in Kirchheim [Ausbildungsstätte der Lehrerinnen für Handarbeit, Hauswirtschaft und Turnen (HHT)] auf Stötten aufmerksam geworden. Am 11. Juni 1966 haben wir uns bei einem Vorbereitungstreffen erstmals gesehen und sind dann unmittelbar nach der Waldheimzeit ein Paar geworden. 1967 ist Ursula wieder als „Tante“ tätig gewesen.

Eine besondere „Erfindung“ von Ursula ist erwähnenswert: in einer Zeit, als es den Begriff „Trimm-dich-Pfad“ noch gar nicht gegeben hat, hat sie, die angehende Lehrerin u.a. für Sport, mit ihrer Gruppe im Wald bereits einen angelegt.

1966 ist ihr Bruder Ulrich Class (Jahrgang 1950) als „Hilfs-Onkel“ mitgekommen. Er hat im „Eheanbahnungsinstitut Waldheim Stötten“ mit Gerlinde Banthleon aus Kuchen (sie hat in der Küche mitgearbeitet) seine Frau kennengelernt. Er war Lehrer und wohnt in Großbettlingen.