(2013) Die Variante für Ausgeschlafene

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340 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren haben seit dem 29. Juli im Stöttener Waldheim mit viel Spiel und Spaß ihre Sommerferien genossen. Die Kinder, die in den ersten zwei Wochen mit von der Partie waren, verbrachten fast den ganzen Tag im Wald, um ihre Lägerle zum Thema Ägypten zu bauen. In der letzten Waldheimwoche geht es etwas ruhiger zu: Es sind weniger Kinder dabei und es geht erst um 9.30 Uhr los, nicht wie sonst schon um 8 Uhr. Bei dieser „Variante für Ausgeschlafene“, wie es Martin Geiger nennt, sind auch immer etwas mehr jüngere Teilnehmer dabei: „Da ist der Tag nicht so lang“, erklärt Geiger. „Da sagen sich die Eltern: Probieren wirs mal.“

Ab in den Wald geht es erst nach dem Mittagessen; am Vormittag bieten die Betreuer im Freizeitheim Workshops an. Hinter dem Haus herrscht WM-Stimmung, die Zuschauer feuern lautstark die Spieler beim Sieben-gegen-Sieben-Fußball-Match an. Im Bastelzelt werden Freundschaftsbändchen geflochten und an bunten Figuren aus kleinen Tontöpfen gewerkelt. Beim Tanzworkshop im Freizeitheim studieren Betreuerinnen mit einer Gruppe Mädchen eine Choreografie ein und im Saal nebenan warten Kinder geduldig, bis ihre Gesichtsmasken aus Gips getrocknet und fertig zum Bemalen sind. Zu tun gibt es also auch außerhalb des Waldes genügend: „Das Schöne an der dritten Woche, wenn es weniger Kinder sind, ist, dass wir so viele verschiedene Workshops anbieten können.“ Dazu werden die Kinder in Gruppen von ungefähr 18 Personen eingeteilt, die jeweils von drei bis vier Betreuern angeleitet werden.

Viele der jungen Betreuer sind ehemalige Waldheimkinder. Damit das auch in Zukunft so bleibt, gibt es in der zweiten Waldheimwoche ein „Schnupper-Programm“ für Jugendliche ab 14 Jahren. In Theorieblöcken werden ihnen pädagogische Grundkenntnisse vermittelt, am Nachmittag stoßen sie zu den Kindergruppen und ihren Betreuern im Wald dazu.

Dank dieser Nachwuchsarbeit kann sich Geiger hoffentlich auch in Zukunft über sein „treues und zuverlässiges Mitarbeiterteam“ freuen.

 

Aus der Geislinger Zeitung: STEFANIE SCHMIDT | 15.08.2013