(2011) Mit Wasserpistolen auf Jagd nach Punkten

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400 Erwachsene und Kinder trafen sich am Samstagnachmittag im Waldheim in Stötten. Vier Stunden lang gab es beim traditionellen Elternfest ein buntes Unterhaltungsprogramm.

Die Leiterin des evangelischen Waldheims in Stötten, Daniela Hartmann, kann sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Nicht nur das im Rahmen der Waldheimferien zur Tradition gewordene Elternfest erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Auch die Zahl der Kinder, die an der dreiwöchigen Waldheimfreizeit in den Sommerferien teilnehmen, ist ungebrochen groß. „Exakt 257 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren wurden von den 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern in der ersten Woche vom 1. bis 5. August betreut“, sagt Daniela Hartmann. Traditionsgemäß folgt dann das Elternfest, für das der Samstagnachmittag reserviert ist.

Bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem kamen vor allem die Kinder auf ihre Kosten. Nach der Auftaktveranstaltung mussten auf der Spielstraße zehn Stationen erfolgreich gemeistert werden. Wer die meisten Punkte sammelte, ging als Sieger hervor. Keine Frage, dass die Kinder begeistert auf Blechdosen warfen, Kegel zu Fall brachten oder mit Wasserpistolen Tischtennisbälle abschossen.

Wie Daniela Hartmann informiert, wurde das Ferienwaldheim vor 52 Jahren ins Leben gerufen. 1959 kamen die ersten Kinder in den Sommerferien nach Stötten. Heute würden deren Kinder und Enkelkinder kommen, wobei die Mütter und Omas oft als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen aushelfen.

Zu tun gibts jede Menge. Die Arbeiten in der Küche werden meist von Hausfrauen gestemmt, die pädagogische Betreuung übernehmen Schüler und Studenten. Es würden aber auch Berufstätige extra drei Wochen Urlaub nehmen, um im Waldheim zu arbeiten. Wie Daniela Hartmann betont, würde es in keinem der 55 Waldheime in Baden-Württemberg einen Mangel an ehrenamtlichen Arbeitskräften geben. Dabei ist die Arbeit in Stötten kein Job zum Ausruhen. Wenn die Kinder aus Geislingen, Gingen, Kuchen, Süßen und Donzdorf gegen 8 Uhr mit dem Bus eintreffen, steht das Frühstück schon auf dem Tisch. Danach gehts mit den Betreuern in den Wald zum Spielen und Lägerlebauen, wobei zwischenzeitlich das Mittagessen vorbereitet wird.

Waldluft macht hungrig und die knurrenden Kindermägen müssen versorgt werden. Nach dem Mittagessen geht es erneut ins Freie und nach einem Imbiss ist um 18 Uhr Feierabend. Mit dem Bus werden die Kinder nach Hause gebracht.

Aus Erfahrung weiß Daniela Hartmann, dass die erste Waldheim-Woche voll ausgebucht ist, in der zweiten Woche kehrt Normalität ein und in der dritten Woche gibt es meist noch freie Plätze. So auch dieses Jahr: Vom 15. bis 19. August kann das evangelische Ferienwaldheim in Stötten noch Kinder annehmen. Interessenten wenden sich direkt an Daniela Hartmann, Telefon Telefon: (07331) 30 37 48 oder per E-Mail: info@waldheim-stoetten.de