1958

Pläne für ein Ferientagheim

Durch die Zusammenlegung der ev. Kirchengemeinden Eybach und Stötten in den späten 50er- Jahren steht das Stöttener Pfarrhaus als Jugendheim zur Verfügung. Allerdings waren kleine Umbauten notwendig, da z.B. der heutige Speisesaal im EG früher Hühnerstall.

 

Dekan Straub beauftragte den Jugendwart Frieder Lampeitl, für Geislinger Kinder ein Ferientagheim einzurichten. Lampeitl hatte diese Arbeit in Stuttgart kennengelernt. Sie war gedacht für bedürftige und unterernährte Kinder.

 

Die Geislinger Jungenschaft schachtet die Mauer für die Terrasse aus.

1959

Gründung des Waldheims durch Dekan Jakob Straub

Das Waldheim findet komplett im alten Pfarrhaus statt, es laufen allerdings schon Planungen für einen Neubau (Holzhaus) – laut Darlehensantrag hätte es eigentlich bis zum Waldheim fertig sein sollen. Der Holzhausbau wird vertagt.

 

Trotzdem wird das Waldheim als Aufgabe der ev. Kirche als wichtig angesehen und soll trotz der schlechten Erfahrungen ins Leben gerufen werden. Zur Not als Zuschussbetrieb!

 

Die Gemeinden wurden zu Opfern und Spenden aufgerufen. Die vorhandenen Plätze reichten nicht für die Anfragen aus!

 

 

Händeringend werden Mitarbeiter fürs Waldheim gesucht – man musste zunächst nehmen, wen man kriegen konnte. Das änderte sich aber in den nächsten Jahren!

 

Es gibt eine provisorisch eingerichtete Toilettenanlage, die aber nicht den Anforderungen entspricht!

Das 1. Waldheim

Waldheimleitung: Frieder Lampeitl, Karl Prister

Anzahl Plätze: 70

1960

Das Holzhaus ist fertiggestellt und kann genutzt werden. Dadurch erhöhen sich die Kapazitäten auf 150 Kinder (immer noch knapp bemessen!). Außerdem gibt es eine verbesserte Toilettenanlage, die den Anforderungen entspricht.

 

Aus der Ausschreibung: „Unsere moderne Küche hat sich  im letzten Sommer schon bestens bewährt, so können wir auch diesmal wieder für gute und reichliche Verpflegung garantieren.“

Aus der Ausschreibung: „So bieten wir den Kindern in diesem Sommer durch 4 Wochen gute Erholung, viel Schönes in Wald u. Flur, viel Freude in der Gemeinschaftmit anderen. Das Wichtigste ist aber, dass es eine Gemeinschaft ist, die unter Gottes Wort gelebt wird. Darum halten wir jeden Tag eine kurze Andacht.“

Waldheimleitung: Karl Prister
Anzahl Plätze: 70
Waldheimzeit: 4 Wochen Waldheim (ausgenommen sonntags)

 

Das Holzhaus ist fertiggestellt und kann genutzt werden. Dadurch erhöhen sich die Kapazitäten auf 150 Kinder (immer noch knapp bemessen!). Außerdem gibt es nun eine verbesserte Toilettenanlage, die den Anforderungen entspricht.

 

Aus der Ausschreibung: „Unsere moderne Küche hat sich im letzten Sommer schon bestens bewährt, so können wir auch diesmal wieder für gute und reichliche Verpflegung garantieren. … So bieten wir den Kindern in diesem Sommer durch 4 Wochen gute Erholung, viel Schönes in Wald u. Flur, viel Freude in der Gemeinschaftmit anderen. Das Wichtigste ist aber, dass es eine Gemeinschaft ist, die unter Gottes Wort gelebt wird. Darum halten wir jeden Tag eine kurze Andacht.“

1962

Waldheimleitung Karl Prister, Stellvertreter Siegfried Krüger

190 Plätze,
4323 geleistete Verpflegungstage lt. Statistik

 

Für die Statistik wurde die Zahl der Kinder „aus Familien ohne Vater“, „aus Flüchtlingsfamilien“ und „aus Familien mit ganz besonderen Notständen (Krankheit, Bunkerwohnung, usw.)“ abgefragt

1965

Waldheimleitung Siegfried Krüger

Küchenleitung Lore Krüger

220 Plätze

4 Wochen Waldheim (ohne Samstag aufgrund des Ausbaus der Straße zwischen der Stöttener Steige und Stötten)

 

 

Die Stöttener Waldheimleitung schreibt eine Brief an die Arbeitsgemeinschaft in Stuttgart, mit der Bitte, ein anderes Knäckebrot anzubieten. Dazu wurden von den Stöttener Mitarbeitern alle verfügbaren Knäckebrote probiert!

 

 

Zeitungsbericht über einen Elternabend: Siegfried Krüger wertete dass zahlreiche Erscheinen der Eltern als einen Beweiß dafür, dass das Waldheim nicht nur als „Kinderaufbewahrungsstätte“ gesehen werde, was gut sei. 

1970

4 Wochen Waldheim – Montag bis Freitag
Waldheimleitung Siegfried Krüger, Kurt Reichart
Küchenleitung Lore Krüger

Waldheimleitung Siegfried Krüger und Kurt Reichart / Küchenleitung Lore Krüger / 4 Wochen Waldheim – Montag bis Freitag

 

Aufgenommen werden Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 15 ahren, für 2 oder 4 Wochen

 

„Bürgermeister Zink besucht das Waldheim und übergibt als Geschenk der Stadt Geislingen zwei Lederfußbälle. Zwei Mädchen überreichen ihm dafür beim Abschied ein sehr kunstvoll gestecktes Blumenbukett, worüber er sich sehr freute und herzlich bedankte.“

 

Slogan auf der Kinderanmeldung:
„Ferien…Weg von der Straße“